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Sonntag, 13. März 2011

Städteroute / Route 2: Schilderwald an der "Weintraube"

Die Ausschilderung der Städteroute fehlt in Radebeul komplett. Aus Richtung Moritzburg gibt es wenigstens noch eine hilfreiche Information, dass man der lokalen "Route 2" folgen soll, aber bis zur "Goldenen Weintraube" findet nur, wer das weiß.
An der "Goldenen Weintraube" fällt mitten in ein gigantisches Schilderchaos. Ein überdimensionierter Wegweiser kann hier vom durchfahrenden Touristen nicht erfasst werden, denn hier kreuzt die Schmalspurbahn, ist eine Straßenbahnhaltestelle, ein Theater, eine Touristinformation und eben jene Gaststätte "Goldene Weintraube", die dem Areal den Namen gibt.
Kein Vorwurf an die Radebeuler, die hier Großes versucht haben, was aber eben leider doch nicht funktioniert. Auf dem Touristischen Hauptwegweiser (blau im Hintergrund) sind die Radrouten jedenfalls - trotz der Fülle an Infos  - nicht zu finden. Dem Schild im Vordergrund, so man es denn überhaupt sieht, zeigt in Richtung andere Straßenseite. Keine Ahnung, wie man die erreichen soll, denn dahinter ist eine Parkbucht mit Bordkante und auf der anderen Seite die Barriere einer Straßenbahnhaltestelle. Nur bei dem blauen Schild, wo aber die Infos fehlen, ist der Übergang zur anderen Seite.
Kommt man nun auf der anderen Seite an, fehlt eine Bestätigung, dass es hier wirklich weiter geht. Der nächste Hinweis auf Route 2 ist erst am anderen Ende der Schuchstraße.

Kommentare:

  1. Was ist denn das?!? "Touristische Ziele" Arrggghh! Da ist ja jedem klar, wohin es geht! Warum nicht noch das "touristisch" Weglassen, oder besser gleich alle Wörter weglassen, hat den selben Informationsgehalt?

    Die Radverkehrskonzeption und die Hinweise zur Beschilderung von Radrouten der FSGV wurden geschaffen, um so einen Unsinn zu vermeiden. Kann jemand dem Radwegewart oder wer dafür verantwortlich ist mal diese Unterlagen zukommen lassen? Kann der Freistaat mal prüfen, wofür er Fördergeld ausgibt. Wer erlaubt diesem Landkreis, mit Fördermitteln so ein Quatsch zu machen?

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  2. Die Stadt Radebeul hat meines Wissens ein eigenes "ganzheitliches" Vermarktungskonzept mit sehr vielen guten Ideen, die auch genial umgesetzt sind. Nur hat das Ganze einen Makel: es ist ein Alleingang. Dieser Alleingang blockiert sämtliche touristischen Ambitionen, die über den Ortsrand hinaus gehen. Insbesondere mit der Abgrenzung in Richtung Dresden und Meißen schadet sich Radebeul nicht zuletzt sich selbst.
    Der Kreiswegewart, Hans-Jochen Gramann, ist darin nicht involviert und bisher in Radebeul mit dem Ansinnen gescheitert, doch die Radverkehrskonzeption (RVK) durchzusetzen. Wo er handeln konnte, da stehen auch die RVK-kompatiblen Schilder (Coswig, Weinböhla, Radeburg, Moritzburg...) - siehe auch mein Blog von heute (17.03.2011)

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  3. dann ist es also die Stadt, die das Rad neu erfinden wollte. Dass Herr Gramann die sächsischen Standards in Radebeul durchsetzen möchte ist lobenswert und notwendig. Allerdings sah ich den Radwegewart in der sächsischen Zeitung selbst entworfene Zwischenwegweiser des Elbradwegs in die Höhe halten, die dem Standard widersprachen. Meines Wissens ist er auch an Beschilderung des Radweges von Wilsdruff in Richtung Freiberg (ehemaliger Schmalspurbahndamm) beteiligt gewesen, die ebensfalls den Standards widersprechen. Dort ist als Hauptziel (lt. Standart bekannte Städte) nicht Freiberg oder Nossen ausgeschildert, sondern ein Waldbad in einem winzigen Dorf. Leute die das Dorf kennen, brauchen die Schilder nicht, für auswärtige Touristen sind die Schilder wertlos ...

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  4. Wie beschildert man richtig? Orientierung findet man auf der Seite des SMWA(http://www.smwa.sachsen.de/de/Verkehr/Radverkehr/Wegweisung/109257.html).
    Auf dieser Webseite befindet sich weiter unten der Link
    * Richtlinien zur Fahrradwegweisung in Sachsen [pdf, 1.7 MB]

    Hier finden sich dann auch die von Gramann vermutlich in die SZ-Kamera gehaltenen Wegweiser (Anlage 6, Seite 11).
    Eine Beteiligung von Gramann zwischen Wilsdruff und Freital schließe ich aus, da diese Strecke komplett außerhalb des Kreises Meißen liegt.

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